Mykorrhizapilze

Formschnitt und weitere Arbeitsmaßnahmen
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Michael am Müggelsee
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Mykorrhizapilze

Beitrag von Michael am Müggelsee » 12.12.2018, 16:13

In der gewerbsmäßigen Zierpflanzenzucht ist die Anwendung von Mykorrhizapilze offensichtlich schon fast Standard. Angeblich sind diese symbiotischen Pilze auch für Fuchsien geeignet. Hat jemand aus diesem Forum Erfahrungen mit Mykorrhizapilzen bei Fuchsien?

Wer diese Pilze nicht kennt, hier eine Kurzbeschreibung aus Wikipedia:

Die Mykorrhizapilze liefern der Pflanze Nährsalze und Wasser und erhalten ihrerseits einen Teil der durch die Photosynthese der (grünen) Pflanzen erzeugten Assimilate. In einem Buchenwald wird etwa ein Drittel der Photosynthese-Produkte durch die Mykorrhizapilze verbraucht.[2] Im Gegensatz zu anderen Bodenpilzen fehlen vielen Mykorrhizapilzen Enzyme, die nötig wären, um komplexe Kohlenhydrate abzubauen. Darum sind diese auf die Versorgung durch die Pflanze angewiesen. Die Mykorrhizapilze verfügen über ein im Vergleich zur Pflanze erheblich größeres Vermögen, Mineralstoffe und Wasser aus dem Boden zu lösen. Häufig wird die Wasser-, Stickstoff-[3] und Phosphat-Versorgung der „infizierten“ Pflanzen verbessert. Weiterhin bietet die Mykorrhizierung einen gewissen Schutz vor Wurzelpathogenen und oberirdischen Schädlingen, wie beispielsweise Blattläusen oder schädlichen Pilzinfektionen. Zudem erhöht sie auch die Trockenresistenz der Pflanzen, was vor allem an extremen Standorten von Vorteil sein kann.

Mit freundlichen Grüßen vom Müggelsee
Michael

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Claudia
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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von Claudia » 12.12.2018, 19:33

Hallo Michael, ich habe da leider keine Erfahrungen damit.
Ob diese Pilze auch für die Kultur in Töpfen gut ist?
Ich meine da bekommen sie doch ausreichend Dünger und Wasser....
Und das Myzel kann sich nur begrenzt ausbreiten. :roll:
Ich könnte mir vorstellen das diese Pilze bzw. Symbiose gut bei Beetfuchsien oder winterharten Fuchsien funktioniert.

Bin gespannt ob jemand etwas mehr darüber weiß.
Lieben Gruß - Claudia

FK Saar-Pfalz

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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von GudrunF » 13.12.2018, 05:36

Ich habe es schon einmal ausprobiert, konnte aber keinen sichtbaren Erfolg feststellen.
Gruß Gudrun

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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von Mediolobivia » 16.12.2018, 10:01

Ich hatte mal eine Erde, die Mykorrhiza zugesetzt hatte. Aber einen Unterschied konnte ich auch nicht feststellen.Wurzelbildung und Wuchskraft waren genau so wie den Pflanzen in der normalen Erden, die ich sonst verwende.
Liebe Grüße, Anja
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Hans Jürgen
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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von Hans Jürgen » 16.12.2018, 14:25

Ich habe es auch ausprobiert und Erfahrungen gemacht, wie es Gudrun und Anja beschrieben haben. Geholfen hat es evtl.dem Verkäufer. Es sei ihm gegönnt.

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lutz2
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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von lutz2 » 16.12.2018, 17:52

Moin,
wir hatten auch mal eine kleine Sendung guter Bio-Erde vom namhaften Hersteller, der auch diese M-Pilze in den Himmel lobte. Gebracht haben sie allerdings nichts. Also lieber wieder unseren bewährten Lieferanten genommen, Geld gespart und zufrieden!
LG Lutz

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Re: Mykorrhizapilze

Beitrag von Lampenonkel » 31.05.2019, 17:32

Man muss allerdings auch sagen das viele Pflanzen in Symbiosen mit Pilzen oder Bakterien leben und ohne diese Symbiosen schlecht oder garnicht existieren würden .Fuchsien gehören sicher nicht dazu.Aber sie sind trotz alledem indirekt abhängig von Biologischen Abläufen in direkter Umgebung ,bei Zugabe eines Bodenaktivator im Frühjahr kommen die Pflanzen ( Fuchsien ) besser in die Gänge als ohne.

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